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Foto: www.catonbed.de
Foto: www.catonbed.de

 

Die einführenden Worte von Martin Schmidt, Kunsthistoriker, zur Eröffnung der Ausstellung "fromthe basement" von Anita Staud am 28. März 2012 im Projektraum Nestor 36:

 

Liebe Anita, liebe Gäste dieser Ausstellung,

 

wennwir heute in diesen riesigen Räumen stehen, dann mag die eine oder den anderen der Gedanke anwehen, dass eine gewisse Unerschrockenheit und Erfahrung dazu gehören, die Flächen und Volumen, die sich hier auftun, zu organisieren und sinnfällig zu bespielen. Beides wollen wir der Künstlerin sofort zusprechen, den Mut, sich auf neuem Terrain auszuprobieren und die mit den Jahren immer weiter wachsende Fähigkeit, sich der Erinnerungspotentiale von Räumen anzunehmen, sie in ihre Arbeitmit einzubeziehen und sich so in die Atmosphäre eines Ortes hineinzuschreiben. Und mal ehrlich – wenn sich jemand mit Räumen auskennt, dann Anita Staud!

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In Räume einzutreten, deren Gemäuer interessante historische Persönlichkeiten beherbergt haben oder einfach Individuen, die in einer bestimmten Situation einen Dienst leisten mußten, dessen Sinn uns heute kaum mehr einsichtig ist, hat immer etwas mit Energiefeldern zu tun.
Anita Staud hat es sich zur Aufgabe gestellt, in derartige Räume temporär einzuziehen, in ihnen zu leben und zu arbeiten. [weiter lesen]

Prof. Dr. Eugen Blume, Leiter Hamburger Bahnhof


 

Ich glaube nicht fehlzugehen, wenn ich feststelle, dass die Arbeiten von Anita Staud schon vom ersten Eintreten an einen eigenartigen Bann auf uns ausübten. Oft ist es aber am schwersten, das, was uns am meisten beeindruckt, auch in klaren Worten ausdrücken.
Nehmen wir Ahpo-Hel, ein Bild, das uns gleich fasziniert, wenn wir den Raum betreten. Wir sehen den Umgang mit der Fläche, die Verteilung der schwarzen Striche und Strukturen auf sechs aneinandergrenzende Einzeltafeln. Schauen wir auf das große Mittelfeld, dann fällt uns - wie soll ich es ausdrücken? - die Dichte und Konsequenz auf, durch die es möglich wurde, dass keine Stelle nachlässig behandelt erscheint. Die Abstände, die Längen, die Breite der einzelnen Striche und ihre Winkel zueinander - sie alle stimmen! Schauen wir aus der Entfernung, so zeichnen sich in dem Ganzen Kreisfiguren, blätterartiges Überlappen, auch großräumige "Zellen" ab; das Ganze wächst von innen her nach außen, nicht gerade von einer Mitte aus. [weiter lesen]
 
Prof. Dr. Wilhelm Gauger, Professor für Anglistik

 

Anita Staud ist Malerin. Sie verwendet überwiegend die herkömmlichen handwerklichen Mittel der Malerei. Einige Arbeiten erinnern den flüchtigen Betrachter an WohlBekanntes. Werke der abstrakten Expressionisten wie Jackson Pollock oder Mark Rothko; die im Meskalinrausch notiertenPprotokolle des Unbewußten von Henri Michaux und ähnliches mehr werden schnell assoziiert….

Joachim von Klein, Journalist


 

 
Künstlerische Ausbildung / Preise Stipendien / Projekte
2009-2011
Dreamvisions  (11) Dreams - Kunstprojekt mit Prostituierten, Berlin
2008-2011 Verbindungslinien - Ausstellungsreihe in sakralen Räumen, Berlin
2002-2006 women in arm, Berlin – San Francisco
2001
2plus 3, artist network, Fort Lauderdale, USA
1999/2000
Génie de la Bastille, Ateliers portes ouvertes, Paris
1997/1998
La Calandriniana: Laboratorio – Incontri d’arte, Sarzana, Italien
1997/2002
Werkvertrag der Künstlerförderung/Senat von Berlin
1996
DAAD-Stipendium, Mexiko Arbeitsstipendium Stiftung Kulturfonds
1995
Karl-Hofer-Gesellschaft Berlin, Atelierstipendium
DAAD-Stipendium, Frankreich; Goldrausch-Professional.-Programm
1994 NaFöG - Stipendium (Nachwuchsförderung)
1992-1994
Hochschule der Künste Berlin, Meisterschüler
1991 Facultad de Bellas Artes, Barcelona; Erasmus-Stipendium; III. Bienale Barcelona
1987-1990 Hochschule der Künste, Berlin
1986 University of Arizona/USA, Bachelor of Arts
Stipendium der Federation of German and American Clubs, Tuscon, Arizona
   
Anita Staud lebt und arbeitet in Berlin, seit 1997 als freie Autorin tätig.
 


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